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„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat,
ist die der Bücher die Gewaltigste.“
  Heinrich Heine

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schön, dass Sie sich für meine Homepage interessieren. Treten Sie ein und lassen Sie sich überraschen.

Viel Spaß beim Erkunden.

Eine Reise in längst vergangene Zeiten

Besigheim – 25 km nördlich von Stuttgart, malerisch gelegen zwischen Neckar und Enz, umgeben von Weinbergen in einzigartiger Steillage. Der staatlich anerkannte Erholungsort zählt zu den best erhaltenen mittelalterlichen Städten Süddeutschlands. Schmucke Fachwerkhäuser, Kopfsteinpflaster und enge Gassen prägen das Bild der Altstadt. Das als Kaufhaus im Jahre 1459 erbaute Rathaus, die über 600 Jahre alte Stadtkirche mit ihrem berühmten Lindenholzaltar sowie die Stadtmauer und die beiden mächtigen Wehrtürme aus der Stauferzeit sind Zeugen längst vergangener Zeiten.

Als gebürtige Besigheimerin habe ich mich nun intensiv mit der Historie der Stadt befasst und eine 68 Seiten lange Geschichte über den berüchtigten Besigheimer Vogt Victor Stephan Essich (1709 – 1775) geschrieben.

Erschienen ist das Büchlein im November 2017.

 

 

Buchcover

Buchcover

Britta Merkle-Lücke
Das Verdikt
Eine Geschichte über den Besigheimer Vogt Victor Stephan Essich

Taschenbuch    ISBN 978-3-7460-0980-3
E-Book              ISBN 978-3-7460-2007-5

 

 

 

 

 

Klappentext

Tüchtig und fähig soll er gewesen sein, der Besigheimer Vogt Victor Stephan Essich. Aber auch äußerst gewalttätig und korrupt. Die Bürgerschaft tyrannisierte er und beutete sie aus, die Herrschaft betrog er.

Turmwärter Schoch, Stadt- und Kelterschreiber Meurer, der Kommerell, ein geheimnisvoller Gast aus Stuttgart, Rosina Knoll aus Walheim und viele andere sind dabei, wenn für den Vogt fast 250 Jahre nach seinem Tod die Stunde der Abrechnung schlägt.

Dokumentierte Begebenheiten aus der Besigheimer Historie zu einer Geschichte verarbeitet.

 

 

Lesung

Am 7. Oktober 2016 las Dietmar Wunder, Schauspieler, Synchronsprecher und die deutsche Stimme von Daniel Craig, Adam Sandler, Cuba Gooding Jr., in der Buchhandlung R² in Siegburg aus meinem E-Mail-Roman „Grüße nach Beverly Hills“.

Plakat zur Lesung

Ein unvergesslicher Abend.
Danke Dietmar Wunder für dieses ganz besondere Erlebnis.

General-Anzeiger Bonn vom 10. Oktober 2016

Britta Merkle-Lücke und Dietmar Wunder im R²

Rundschau / Rhein-Sieg Anzeiger vom 10. Oktober 2016

Dietmar Wunder und Britta Merkle-Lücke im R²

 

Buchcover

Buchcover

Britta Merkle-Lücke
Grüße nach Beverly Hills
E-Mail-Roman

Taschenbuch     ISBN 978-3-95645-311-3

Für Sehbehinderte und Blinde wurde der Roman von der Westdeutschen Blindenhörbücherei als Hörbuch produziert (WBH Titelnummer 29112).

 

 

 

Leseprobe

Mi 09.01. 19:45
Betreff: Grüße nach Beverly Hills

Liebe Charlott!
„Entweder es regnet oder die Schranken sind geschlossen! Wer es eilig hat und eine schwache Blase, sollte nicht in dieser unserer Stadt leben.“ Seit zwanzig Jahren sind deine Schimpftiraden ein untrügliches Indiz dafür, dass es wieder soweit ist und dich das Fernweh plagt. Das war immer so, das ist schon wieder so, und das wird wohl auch immer so bleiben.

Deine zügige Versetzung an das Deutsche Generalkonsulat in Los Angeles macht mich sprachlos, aber deine neue Adresse zwischen den Reichen und Schönen, im noblen Stadtteil Beverly Hills, haut mich um! Dank sei deinem Amt für die weise Entscheidung, dich dieses Mal ins warme Kalifornien und nicht wieder ins krisengeschüttelte Angola zu verschicken. Obwohl du, wie du ja selbst sagst, ein Abenteurertyp bist und dich am wohlsten fühlst, wenn du nicht weißt, ob es am nächsten Tag noch fließend warmes Wasser gibt, war das ja nicht unbedingt die schönste Zeit für dich. Ausgehverbot, schwer bewaffnete Soldaten unterm Balkon und dann die Geräusche, wenn Waffen nachgeladen werden – das hätte ich freiwillig nicht lange ausgehalten.

Ich bin sicher, dass du die Zeit in L.A. genießen wirst. Jetzt stehst du nicht mehr vor der schwerwiegenden Entscheidung: Schleichweg und ewig warten vor den Schranken oder quer durch die Stadt und stop-and-go. Nein, jetzt heißt es: Mit offenem oder mit geschlossenem Cabrio zur Arbeit und zum Strand? Meine Oma würde jetzt sagen: „Sorgen auf hohem Niveau“. Du kennst sie ja, meine Oma.

Angenehm, aber schon a bisserl dekadent, dass dir deine Möbel und sogar dein Wagen immer noch hinterhergeschickt werden. Aber es stimmt schon: Vertrautes, allem voran das eigene Bett, erleichtert die Eingewöhnung in einem fremden Land ungemein. Doch wem sage ich das. Zwanzig Jahre treibst du diesen Zirkus jetzt schon und genauso lang bin ich dein heißer Draht in die Heimat.

Ach, Charlott, du wirst mir fehlen; ebenso unsere Weiberabende mit frechen Lästereien und mit tiefschürfenden Gesprächen über die wirklich wichtigen Themen des Lebens oder was wir dafür halten. Aber wie immer, wenn du unterwegs bist, werde ich dich auch dieses Mal per E-Mail über alles, was hier passiert, auf dem Laufenden halten. Im Zeitalter des Internets muss ich ja nicht mehr auf die gute alte Diplomatenpost zurückgreifen, sondern schicke dir meine Briefe per Mausklick in Sekundenschnelle um die halbe Welt.

Leider bist du ja notorisch schreibfaul und telefonierst lieber stundenlang, was unsere Kommunikation wegen der neunstündigen Zeitverschiebung in den nächsten 15 Monaten etwas schwieriger gestalten dürfte. Wenn dir also demnächst der Sinn nach einem Pläuschchen steht, denke an die Zeitzonen, die zwischen uns liegen, denn nach Mitternacht bin ich meistens nicht mehr all zu geschwätzig.

Nun lass es dir gut gehen und genieße die kalifornische Sonne.

Bis bald

deine Sofie

 

Subject: RE: Grüße nach Beverly Hills

Hallo Sofie,

ich freue mich auf deine Mails, aber sei nicht sauer, wenn ich nicht auf jede antworte. Die vielen dienstlichen Mails sind schon Strafe genug – das muss ich nicht auch noch privat haben. Lieber klingle ich öfter durch. Ich werde auch versuchen, mich an die gewünschten Sprechzeiten zu halten, um deinen Schönheitsschlaf nicht unnötig zu unterbrechen.

Meine Möbel und mein Cabrio sind inzwischen auch angekommen und ich kann endlich vom Hotel in mein Appartement ziehen. Soll eine schicke Hütte sein, mit Wachpersonal im Eingangsbereich und einem Pool hinter dem Haus. Ich gebe dir Recht: Hier in Beverly Hills leben viele Reiche, darunter einige bekannte Regisseure und Schauspieler; doch jeder zehnte Einwohner hier lebt in Armut! Die Superreichen wohnen im angrenzenden Bel Air, einem Stadtteil von Los Angeles.

Beverly Hills ist übrigens kein Teil von L.A., sondern eine eigenständige Stadt mit ca. 35000 Einwohnern, die von L.A. umschlossen wird. Du fährst übergangslos nach West Los Angeles oder Hollywood oder Central Los Angeles. Solche Erkundungstouren stehen auf meiner To-do-Liste ganz oben, sobald ich meinen Wagen aus der Werkstatt zurück habe. Er hat die Überfahrt gar nicht gut vertragen und ist mit einem abgerissenen Außenspiegel und einer zerkratzten Stoßstange etwas ramponiert angekommen. Solange er in der Werkstatt steht, bin ich wieder auf einen Leihwagen angewiesen, und du weißt doch, wie gern ich mit einem fremden Auto in einem fremden Land unterwegs bin.

Außerdem sind auch noch meine heiß geliebten Stilettos verschwunden, was mich gewaltig ärgert, weil ich es hätte wissen müssen. In Amerika stellt man keine Schuhe zum Putzen vor die Hotelzimmertür; das kann nur schief gehen und endet bestenfalls als anonyme Spende bei einer karitativen Einrichtung.

In der Eile habe ich mir dann die Schuhe gegriffen, die schon ausgepackt waren und so bin ich eben in Badelatschen ins Büro gefahren. Alternativ standen da noch meine Joggingschuhe in der Ecke, aber das wäre gar nicht gegangen – darin hätte ich noch bescheuerter ausgesehen. Die Kollegen haben sich schief gelacht, als ich ihnen meine seltsame Aufmachung erklärt habe. Kannst du dir vorstellen, wie peinlich das war!?

Es kann also nur noch besser werden.

Viele Grüße,

Charlott

PS: Kleine Anmerkung am Rande: Wenn du glaubst, die morgendlichen Staus bei euch seien schon eine nicht mehr zu toppende Zumutung, hast du den Verkehr hier noch nicht erlebt. Angeblich gibt es nirgends auf der Welt eine so hohe Kraftfahrzeugdichte wie in L.A – wovon ich mich auch gleich überzeugen durfte. Gestern habe ich mein Auto in die Werkstatt gebracht und musste mich während der Rushhour auf einem 14-spurigen Highway stop-and-go durch das Chaos quälen. Wenn dich gerade dann die Blase drückt, hast du ein echtes Problem!

 

Betreff: AW: Grüße nach Beverly Hills

Hallo Charlott!

Du hast aber auch ein Pech! Das mit deinen Schuhen tut mir leid, obwohl ich schon ein bisschen geschmunzelt habe. Business-Kostümchen und deine pinken Badelatschen mit grünem Froschkönig obendrauf – das muss putzig ausgesehen haben.

Die Sache mit deinem Auto ist ärgerlich, aber kostet dich außer ein paar Nerven wenigstens kein Geld. Statt einen Leihwagen zu nehmen, könntest du die paar Tage doch auch zu Fuß gehen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Bewegung strafft die Beine und den Po und soll auch sonst recht gesund sein.

Gruß

Sofie

 

Subject: RE: Grüße nach Beverly Hills

Liebste Sofie,

danke für deinen Tipp, aber ich glaube, ich muss dich einmal über die hiesigen Verhältnisse aufklären: In Amerika geht man nicht zu Fuß. Das Auto ist ein absolutes „Must“ und gehört zum American Way of Life wie Eiswürfelmaschinen und überdimensionale Leuchtreklamen. Das hat auch seine Gründe: Das Land ist riesig und die Gebiete weitläufiger, als wir sie von Europa kennen. Bleiben wir einmal bei L.A. …

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